Damaskus
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Sehenswürdigkeit

Omajjaden-Moschee

AltstadtReligiöse Stätte

Die Große Omajjaden-Moschee von Damaskus ist eine der größten und ältesten Moscheen der Welt und wohl das berühmteste islamische Denkmal der Stadt. Sie wurde zwischen 705 und 715 n. Chr. auf Befehl des Kalifen al-Walid I. errichtet und steht auf einem Gelände, das seit Jahrtausenden heilig ist – zunächst ein Tempel des aramäischen Gottes Hadad, dann ein römischer Jupitertempel, später die Kathedrale des Hl. Johannes des Täufers.

Der Moscheekomplex umfasst einen riesigen rechteckigen Innenhof von etwa 157 mal 100 Metern. Der Hof ist mit geometrisch gemustertem Marmor gepflastert und verfügt über einen eleganten Brunnen mit einem Kuppeldach. Drei Minarette erheben sich aus den Mauern: das Minarett der Braut (das älteste, aus dem 9. Jahrhundert), das Jesus-Minarett (so genannt, weil die lokale Überlieferung besagt, dass Jesus hier vor dem Jüngsten Gericht herabsteigen wird) und das Qayt-Bay-Minarett.

Im Inneren der Gebetshalle stellen prachtvolle Mosaiken fantastische Landschaften, Paläste und Flüsse dar – oft als Darstellungen des Paradieses gedeutet. Ein Schrein in der Moschee soll den Kopf Johannes des Täufers (Yahya im Islam) enthalten, der von Muslimen und Christen gleichermaßen verehrt wird. Die Moschee ist seit 1979 als Teil der Altstadt von Damaskus UNESCO-Weltkulturerbe.

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